Ich bin Dr. Luc Albrecht
Ich berate Menschen bei schwierigen Entscheidungen und Unternehmen dabei, ihre Entscheidungsprozesse zu verbessern. Als Speaker und Autor bringe ich Menschen dazu, genauer hinzusehen, ihre Gewissheiten zu prüfen und Freude am eigenen Denken zu entwickeln.
Promoviert habe ich über Kritisches Denken und Entscheidungsverhalten. Doch die Frage, wie wir unter Unsicherheit zu einem tragfähigen Urteil kommen, hat mich schon lange vor meiner Forschung beschäftigt.
Die Frage, mit der alles begann
Mit einundzwanzig Jahren erhielt ich eine Krebsdiagnose. In solchen Momenten ist man empfänglich für jeden Weg, der um die Angst herumführen könnte. Aus meinem Umfeld kamen genau solche Vorschläge. Alternative Therapien, gut gemeint, aber ohne belastbare Grundlage.
Mein Vater hielt dagegen. Für ihn war Evidenz nicht verhandelbar und er bestärkte mich darin, mich an wissenschaftlich begründeter Behandlung zu orientieren, gerade dort, wo die Angst andere Antworten verlockend machte.
Diese Erfahrung hat mich geprägt. Sie hat mir gezeigt, wie viel davon abhängen kann, welchen Informationen wir vertrauen und wie wir sie beurteilen. Geblieben ist auch ein Hang zum Innehalten und dazu, Momente zu schätzen, solange sie anhalten.
Wie daraus Forschung wurde
Ich komme aus den Naturwissenschaften, aus Biologie und Chemie, und hätte beinahe den Weg ins Labor genommen. Meine Krankengeschichte veränderte diese Pläne. Stattdessen beschäftigte ich mich zunehmend damit, wie wissenschaftliches Wissen entsteht und was es verlässlich macht.
Mich faszinierte, dass Wissenschaft ihre Stärke gerade daraus gewinnt, die eigenen Erklärungen immer wieder zu prüfen. Menschen gewinnen dieses Wissen, mit ihren Annahmen, Erwartungen und blinden Flecken. Wie wir denken, beeinflusst deshalb auch, was wir erkennen.
In meiner Promotion an der Universität zu Köln habe ich Kritisches Denken definiert, für die Untersuchung greifbar gemacht und erforscht, wie Menschen komplexe naturwissenschaftliche Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten und bewerten.
Eine Frage beschäftigt mich seither besonders. Was übersehen wir, weil wir noch gar nicht darauf gekommen sind, danach zu fragen?
Der bewusste Schritt in die Selbstständigkeit
Nach der Promotion habe ich mich für die Selbstständigkeit entschieden. Ich wollte eigenverantwortlich arbeiten und mein Wissen dort einsetzen, wo Menschen mit konkreten Entscheidungen ringen. Zugleich wollte ich Raum für Begegnungen, Reisen und neue Erfahrungen behalten.
Der Wissenschaft bin ich verbunden geblieben. Als Peer Reviewer für das International Journal of Science Education begutachte ich wissenschaftliche Arbeiten und verfolge die aktuelle Forschung. Sie ist die Grundlage meiner Arbeit und bleibt selbst Gegenstand kritischer Prüfung.
Was mich sonst noch prägt
Viele Jahre meines Lebens hat der Leistungssport bestimmt. Im Standardtanz gehörte ich zum deutschen Bundeskader und war international aktiv und erfolgreich. Diese Erfahrung gebe ich bis heute als Trainer weiter.
Tanzen verbindet für mich Präzision mit Musik, Ausdruck und der Abstimmung mit einem anderen Menschen, aber auch körperliche und mentale Leistungsfähigkeit.
Außerhalb meiner Arbeit bin ich neugierig und gerne unter Menschen. Ich mag Reisen, Konzerte, Literatur und Spiele, gute Gespräche und die Möglichkeit, mich in etwas zu vertiefen, das noch keinen unmittelbaren Zweck erfüllen muss. Ich nehme meine Arbeit ernst und lache trotzdem gerne. Beides darf auch in einem Workshop oder auf einer Bühne zusammenkommen.
Wie ich heute arbeite
In der Beratung bin ich ein unabhängiges Gegenüber, das mitdenkt und nachfragt. Wir ordnen Möglichkeiten, prüfen Annahmen und machen sichtbar, worauf eine Entscheidung tatsächlich beruht. Wenn ihr als Organisation immer wieder an ähnlichen Stellen festhängt, arbeiten wir auch an Zuständigkeiten, Besprechungen und daran, wie ihr aus vergangenen Entscheidungen lernt.
In Workshops wird daraus gemeinsame Arbeit an Fragen und Situationen aus eurem Alltag. In Vorträgen verbinde ich wissenschaftliche Gedanken mit anschaulichen Beispielen und Perspektivwechseln. Das darf unterhalten, überraschen und zum Widerspruch einladen.
Du musst dafür keine wissenschaftlichen Begriffe beherrschen. Wir beginnen bei dem, was dich oder euch gerade beschäftigt.
Kurze Infos über mich
Dr. rer. nat., Universität zu Köln
Promotion zu Kritischem Denken und Entscheidungsverhalten
Ehemaliger Dozent, Universität zu Köln
Vertiefungen in Neuropsychologie und Neurowissenschaft des Lernens
Peer Reviewer, International Journal of Science Education
Leistungssportler Standardtanz, ehemaliger Bundeskader
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